Was muss der Freibadbesitzer wissen, wenn er seinen Pool winterfest machen will?

Unsicher sind sich oft Freibadbetreiber, ob die Schwimmbecken entleert werden sollen oder nicht. Dies ist eigentlich ganz einfach und nachvollziehbar zu beantworten: Bei einem leeren Schwimmbecken wirkt sich die niedrige Außentemperatur auf alle Beckenflächen aus, das bedeutet, dass der Frost auch hinter der Bodenplatte wirkt und um so zerstörerischer, je mehr Wasser oder Feuchtigkeit außen vorhanden sind. Generell bleiben deshalb Schwimmbecken im Winter gefüllt, wie hoch, sagt der erfahrene bsw-Schwimmbadbauer.

Ein rund 1m hoch gefülltes Schwimmbecken wird dagegen nie bis zum Boden durchfrieren können, das heißt, unterhalb der Eisschicht wird es frostfrei bleiben.

Schwieriger sind Becken zu beurteilen bei Hanglagen, wenn das Becken an der Bergseite ebenerdig eingebaut ist (vielleicht sogar noch die Längsseite) und mit der anderen Längsseite fast frei steht. Hierzu ist unbedingt der Rat eines Fachmannes oder des Erbauers einzuholen. Was ist also im einzelnen zu beachten? Als erstes sollte der Termin generell jährlich festgelegt sein, beispielsweise der 1. Oktober, damit man es nicht vergisst und dann vom Frost überrascht wird.

Schwimmbecken, ob gemauert oder betoniert, Fertigbecken oder andere Beckentypen, werden immer bis auf Terrainhöhe entleert, wobei wegen des Wassergewinns durch Regen und Schnee zur Sicherheit der Wasserspiegel noch um weitere 20 – 40cm gesenkt wird. Eis- und Erddruck können sich bei Frost so ausgleichen, auch bei senkrechten Beckenwänden. Aufstellbecken (rund – oval – achteckig) bleiben ganz gefüllt, wenn sie nicht eingelassen sind. Neuere Becken sind noch weniger frostempfindlich durch Innendämmungen oder ihre Isoliersteinbauweise, Fertigbecken auch durch zusätzliche Außendämmung (= Ausdehnungsmöglichkeit).

Skimmer (Oberflächenabsauger) müssen immer wasserfrei sein, soweit sie nicht über den Rand eingehängt sind und entfernt werden können. Dies gilt sowohl für Aufstellbecken als auch für fest eingebaute Becken, möglicher Wassergewinn bei wasserdurchlässigen Winterabdeckungen ist einzukalkulieren. Es sollte bei ebenerdigen Becken verhindert werden, dass Regen oder Schmelzwasser nachlaufen kann, besonders durch das Griffloch.

Solarlagen sollten entleert werden, wenn sie frostgefährdet sind (fabrikat- oder typabhängig). Hierzu sind Platten anzuheben, wobei die Verbindungen zwischen den Kollektoren oder einzelne Schellen so zu lösen sind, dass ausreichend Luft nachströmen kann. Die auslaufende Wassermenge sollte auch hier – wie bei den Filterkesseln – dem Wasserinhalt entsprechen.

Überdachungen sollten von hohen Schneeablagerungen befreit werden, meistens reicht jedoch die Innenwärme am Tag durch die Sonneneinstrahlung zum Abschmelzen. Je nach Konstruktion wird sich in dem überdachten Schwimmbecken kaum eine nennenswerte Eisschicht bilden, so dass hier nicht so strenge Maßstäbe für die Beckenentleerung anzulegen sind.

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