Muss die Filteranlage regelmäßig gewartet werden?

Eine Filteranlage besteht aus Pumpe und Filterbehälter, in dem ein entsprechendes Filtermedium untergebracht ist. Über geeignete Entnahmevorrichtungen im Schwimmbecken (Oberflächenabsauger, Rinnensysteme, eventuell Bodenabsaugung) gelangt das Schwimmbeckenwasser über ein Rohrsystem durch die Pumpenkraft nach der Reinigungsphase im Filterbehälter wieder über Einläufe ins Becken zurück.

Grundsätzlich gilt: Filteranlagen sollen im Beckenwasser befindliche Fremdstoffe festhalten, wie mechanische Verunreinigungen, (beispielsweise Blätter, Insekten oder Schmutz vom Boden über ein Bodenabsauggerät), ausgeflockte Bestandteile (beispielsweise Kosmetik-Reste, Sonnenöl oder Schweiß) sowie durch Desinfektionsmittel (Chlor, Brom, Sauerstoff usw.) oxydierte Fremdstoffe (Keime, Bakterien u.a.).

Fazit: Auch wenn Beckenwasser augenscheinlich klar ist, enthält es durch so viele Fremdstoffe, dass von Zeit zu Zeit die Reinigung des Filtermediums erforderlich wird. Dies wird durch eine Erhöhung des Filterwiderstandes erkennbar, der an einem Manometer angezeigt wird. Um so mehr Schmutz im Filter hängt, um so höher steigt der vom Manometer angezeigte Druck bis zur Notwendigkeit der “Rückspülung”. Konkret: Diese Rückspülung ist erforderlich, wenn der Anfangsbetriebsdruck bei sauberer Füllung um einen Wert von 0,3 bis 0,5 bar gestiegen ist. Die Rückspülung erfolgt durch Umkehrung der Wasserrichtung im Filterkessel. Hierzu werden in der Regel entsprechende Ventile verstellt oder bei moderneren Filteranlagen durch Einstellung der gewünschten Filterfunktion an einem Mehrwegeventil.

Das Filtermedium wird jetzt von unten durchströmt, bei richtiger Dimensionierung angehoben und aufgelockert, so dass der Schmutz über den Ablauftrichter (beim Filtern Einlauftrichter) in den Abwasserkanal abgeführt wird. Beim Rückspülen entsteht also ein Beckenwasserverlust, der sich aus der Pumpenleistung beim Rückspülen und der Rückspülzeit errechnen lässt.
Es muss so lange rückgespült werden (ca. 5-10 min), bis am eingebauten Schauglas wieder klares Wasser erkennbar ist. Wasserpflegemittel sollten erst wieder nach dem Rückspülen zugeführt werden, da sie sonst unnötig beim Rückspülen anteilig verloren gehen.

Nach dem Rückspülen ist auch ein günstiger Zeitpunkt für die Randreinigung an der abgesenkten Wasserlinie. Aus der Funktionsbeschreibung wird erkennbar, dass eine größere Menge Filtermedium eine bessere Filterwirkung erzielt und auch längere Rückspülintervalle zur Folge hat.

Höhere Filterkessel werden als Mehrschichtfilter mit unterschiedlichen Korngrößen der einzelnen Schichten sowie auch unterschiedlich geschichtetem Material beschickt, wie beispielsweise Basalt oder Silikaten. Ein Sandwechsel ist erforderlich, wenn nach längerer Betriebszeit der notierte Anfangsbetriebsdruck nicht mehr erreicht wird, weil sich allmählich eine geringe Restverschmutzung mehr und mehr addiert hat. Oder es werden die Rückspülzeiten länger, um den Schmutzeintrag über die Einlaufdüsen ins Becken nach dem Rückspülen zu verhindern. Je nach Wasserqualität und Zusammensetzung sowie Härtegraden sollte eine Filterfüllung alle ein bis zwei Jahre kontrolliert und etwa alle zwei bis drei Jahre von dem zuständigen bsw-Fachbetrieb gewechselt werden.
Da durch das Rückspülen die Körner des Filtermediums immer runder werden, halten sie auch weniger Schmutz zurück, die Filterleistung sinkt. Verbackt der Filter beispielsweise durch Kalk, so sinkt sogar erheblich der Volumenstrom des gesamten Reinigungssystems, da im Filtermedium nur noch wenige durchlässige Strömungskanäle vorhanden sind. Bei jedem Wechsel des Filtermediums muss vor Inbetriebnahme wegen Transportabrieb und Herstellungsverunreinigungen rückgespült werden, sonst kommen nach der ersten Inbetriebnahme die oben bereits genannten dunklen Fahnen über die Einläufe ins Becken. Ein Wasserwechsel ist ebenfalls in den oben genannten Intervallen bei jedem Schwimmbecken erforderlich, selbst bei laufender Nachspeisung durch Rückspülwasserverlust wegen der Chlorid-, Salz- und Kalkanreicherung.

Grund hierfür ist die Verdunstung von Beckenwasser, bei dem die oben genannnte Inhaltsstoffe im Beckenwasser zurückbleiben und schließlich zu einer “Eindickung” und Aufhärtung des Beckenwassers führen. Wird beispielsweise ein Wasser mit 20 Härtegraden eingefüllt und ist nach einem Jahr die Hälfte verdunstet, so hat sich der Kalkgehalt bereits auf 30 Härtegrade erhöht, nach dem zweiten Jahr bereits auf 40 Härtegrade. Als erstes leiden dann die Wärmetauscher an “Arterienverkalkung”.

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