Häufige Fragen









» Können sogenannte Rollladen-Abdeckungen den Energieverbrauch bei einem Pool tatsächlich effektiv senken?





» Ist jeder Bodenreiniger für jeden Beckentyp geeignet?





» Ist ein Fernsehgerät in einer Schwimmhalle gefahrlos nutzbar?





» Muss die Filteranlage regelmäßig gewartet werden?





» Was muss beim Frühjahrsputz beachtet werden?





» Wie ist die Aufsicht in Hotelbädern geregelt?





» Was hat die sogenannte Beckenhydraulik mit der Qualität des Schwimmbeckenwassers zu tun?





» Was ist beim Bau einer Schwimmhalle zu berücksichtigen?





» Benötigt man ab 1,50 m Wassertiefe auch im Privatbereich einen Schwimmmeister?





» Wie kann man die Funktionsweise eines Oberflächenabsaugers (Skimmer) erklären?





» Was ist beim Standort eines Freibeckens zu beachten?





» Gibt es neben der Wiesbadener Rinne auch weitere Formen von Überlaufrinnen?





» Welche gesundheitswirkenden Elemente stecken in einem Whirlpool?





» muss der Freibadbesitzer wissen, wenn er seinen Pool winterfest machen will?






Können sogenannte Rollladen-Abdeckungen den Energieverbrauch bei einem Pool tatsächlich effektiv senken?


Ob Frei- oder Hallenbad, eine vollautomatische Rollladen-Abdeckung spart Energie, schont die Umwelt, sorgt für kristallklares Wasser und bietet bei entsprechender Ausführung auch noch Schutz für Mensch und Tier. Das Prinzip einer Rollladen-Abdeckung ist einfach: Die eigentliche Abdeckung besteht aus PVC-Lamellen, die mittels Nut und Feder miteinander verbunden und an den Enden wasserdicht verschlossen sind. Auf einer Edelstahl- oder Aluminiumwelle aufgewickelt, lässt sich die Abdeckung mittels Motor frei auf der Wasseroberfläche auf- und zu fahren. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Einbauvarianten, ober- oder unterirdisch. Bei einer oberirdischen Abdeckung befindet sich die Aufwickelvorrichtung (Aufwickelwelle und Antrieb) außerhalb des Beckens und oberhalb des Wasserspiegels.


Unterirdische Abdeckungen werden unter der Wasseroberfläche installiert, auf oder unter dem Beckenboden oder in einem separaten Schacht hinter dem Pool. In den meisten Fällen liegt das dazugehörige Antriebssystem seitlich in einem separaten Motorschacht und wird von dort aus durch eine Wanddurchführung mit der Aufwickelwelle verbunden. Die Wahl der Einbauvariante richtet sich nach den baulichen Rahmenbedingungen vor Ort und ist maßgeblich davon abhängig, ob eine Abdeckung bereits bei der Beckenplanung berücksichtigt wird oder nachträglich eingebaut werden soll. Im Schnitt ist eine Rollladen-Abdeckung in der Lage, rund 80 Prozent des gesamten Energieverbrauchs einzusparen. Wichtig für die Berechnung des möglichen Energieeinsparpotentials durch eine Rollladen-Abdeckung ist die genaue Kenntnis aller Energieparameter in einem Schwimmbad, wie Energieverlust an das Erdreich, Frischwasserzufuhr, Konvektion, Wärmestrahlung und Verdunstung. Der größte Wärmeverlust, nahezu 62 Prozent des gesamten Energiebedarfs, geht durch Verdunstung verloren. Sie entsteht, wenn flüssiges Wasser bei einer Temperatur unterhalb des Siedepunktes in Wasserdampf übergeht. Der Wärmeverlust an das Erdreich hingegen ist bei entsprechender Dämmung gering. Einmal aufgeheizt, ist der Energiebedarf im Vergleich zu den anderen Parametern, wie Frischwasserzufuhr, Konvektion und Wärmestau, kaum nennenswert.

Das anerkannte Fraunhofer Institut für Bauphysik hat ein Programm entwickelt, welches auf Basis eines Mittelwertes der Klimadaten der Region Würzburg, genaue Zahlen über den tatsächlichen Energiebedarf eines Beckens liefern soll. Liegen Eckdaten über Schwimmbadgröße, Badesaison, Lage des Schwimmbades, die gewünschte „Wohlfühltemperatur“ und einige wenige weitere Angaben vor, lassen sich die Unterhaltskosten individuell für jeden Kunden berechnen. Das Ergebnis lässt so manchen staunen, die Karte für das städtische Freibad ist meist teurer. In der Zeit von Mai bis September, mit einer Wassertemperatur von 26 Grad und einer durchschnittlichen Öffnungszeit von einer Stunde täglich, liegen die Energiekosten eines 4 x 8 Meter großen Freibades beispielsweise bei nur 1,32 € täglich. Rollladen mit Solareigenschaft machen in manchen Regionen das Beheizen des Beckens sogar völlig überflüssig, denn er ist in der Lage, die Sonnenenergie zu absorbieren und sie an das Beckenwasser abzugeben. Die Wirkungsweise: Sonnenstrahlen durchdringen die transluzente Oberseite des Rollladens und treffen auf die schwarze Unterseite, die so entstandene Wärme wird durch die Berührung mit der Wasseroberfläche weitergegeben.

Nicht immer ist die Energieeinsparung ein ausschlaggebendes Argument für die Anschaffung einer Schwimmbad-Abdeckung. Wer Kinder hat, für den ist Unfallschutz und Sicherheit ein besonderes Thema. Der Dreikammer-PVC-Hohlprofil-Rollladen verfügt durch die spezielle Formgebung über besonders gute Schwimmeigenschaften. Ist das Schwimmbecken mit einem dreiseitigen Handlauf oder einem rund 10 cm breiten Beckenrand ausgestattet, kann eine Rollladen-Abdeckung notfalls sogar einen Menschen tragen. Der Faszination von reinem, belebendem und kristallklarem Wasser können sich nur wenige entziehen. Doch Algen lassen sich oft nur mit Wasserpflegemitteln bekämpfen. Die geschlossene Decke einer Rollladen-Abdeckung reduziert das benötigte Licht für Algenwachstum. Noch einmal zurück zum Thema Energie. Entgegen einer weitverbreiteten Vermutung ist auch im Hallenbad der Energieeinsparungseffekt beachtlich, denn weniger Verdunstung bedeutet kürzere Laufzeit der Entfeuchtungstruhe und darüber hinaus Schutz der Bausubstanz durch weniger Luftfeuchtigkeit. Hinzu kommt die Verbesserung des Raumklimas: Grundsätzlich sollte in einem Hallenbad die Raumtemperatur rund 2°C höher als die Wassertemperatur liegen.

Die meisten Hallenbäder werden heute mit 28°C gefahren, was eine Raumtemperatur von 30°C zur Folge hat. Mit einer verdunstungsreduzierenden Abdeckung lässt sich die Raumtemperatur ohne großen Energieaufwand leicht der Beckentemperatur anpassen und auf Wunsch auch tiefer fahren.






Ist jeder Bodenreiniger für jeden Beckentyp geeignet?


Eine ordentliche Filteranlage, optimale Wasserführung im Becken und Pflege des Wassers sind allein kein Garant für einen sauberen Pool.

Insbesondere bei Außenbecken ist irgendwann der Beckenboden verschmutzt von Staub, Dreck, Sand oder aber auch von untergegangenen Blättern, Insekten oder Tannen- und Fichtennadeln.

Gern gesehene Badegäste sind dann die Bodenreiniger.

Erster Tipp vor der Anschaffung: Das Gerät muss an Ort und Stelle ausprobiert werden, also an dem Schwimmbad, für das es angeschafft werden soll.

Insgesamt lassen sich alle bekannten Gerätetypen in vier Gruppen einteilen:


1. Von Hand geführte Geräte - manuell - mit Saugschlauch, der in den Oberflächenabsauger oder einen besonderen Anschluss gesteckt wird

2. Von Hand geführte Geräte - manuell - mit eigener Pumpe und eigenem Filter

3. Halbautomaten, die ebenfalls über einen Saugschlauch mit Oberflächenabsauger oder besonderer Ansaugöffnung verbunden sind; sie bewegen sich selbsttätig durch den Unterdruck der Filteranlage, der Schmutz gelangt in die Filteranlage

4. Selbstfahrende Vollautomaten mit eingebautem Filter, eigener Antrieb mit Niederspannung; der dazugehörige Trafo steht vom Becken entfernt

Die vierte Typengruppe ist die teuerste aber natürlich auch der komfortabelste. Ob es wirklich ein so aufwendiges Gerät sein muss entscheidet jeder Schwimmbadbesitzer selbst. Zusätzliche Entscheidungshilfen sind dabei:

Hallenbad oder Freibad
Schmutzanfall. Beim Freibad sind möglicherweise viele Büsche und Bäume in der Nähe
Anzahl der Pool-Benutzer
Beckenart und -form
Arbeitsaufwand für Einigung
Körperlicher Kraftbedarf für Bedienung (Hineinsetzen und Herausnehmen aus dem Wasser)
Funktionstüchtigkeit
Funktion unter geschlossener Beckenabdeckung






Ist ein Fernsehgerät in einer Schwimmhalle gefahrlos nutzbar?


Ein Fernsehgerät ist trotz allem technischen Fortschritt noch immer ein Röhrengerät. Konkret: Es hat eine Bildröhre. Damit diese ein helles und brillantes Bild erzeugt, ist eine Hochspannung von rund 20.000 Volt erforderlich, die im Gerät erzeugt wird. Zum Vergleich: Das ist doppelt soviel Spannung wie auf dem Fahrdraht der Eisenbahn. Ein Fernsehgerät ist Bestandteil einer AV-Anlage, bei denen zur Vermeidung von Brummschleifen die Erdung an einem zentralen Punkt erfolgt. Der Schutzleiter ist also nicht angeschlossen. Das Gehäuse des Fernsehers ist in der Regel aus Kunststoff, das Gerät ist schutzisoliert. Daher würden Kriechströme aus dem Hochspannungsteil innerhalb des Gerätes auch den empfindlichsten FI-Schalter nicht auslösen. Hier lauert Brandgefahr. Die Hochspannung reicht für Lichtbögen von 10 cm Länge. Erst wenn der Kriechstrom das Gerät verlässt, löst der FI-Schalter aus. Dann kann es aber schon zu spät sein.

Ein Fernsehgerät hat je nach Bauform eine Leistungsaufnahme von rund 100 bis 200 Watt. Diese Leistung muss als Verlustwärme abgeführt werden. Daher ist das Gerät zwar berührungsgeschützt, aber trotzdem sehr "luftig" gebaut. Damit sind für das Eindringen von Wasserdampf und Spritzwasser einer Schwimmhalle Tür und Tor weit offen. Die Luftkonvektion durch das Gerät führt im Laufe der Zeit zu Staubablagerungen im Gerät. In Verbindung mit Luftfeuchtigkeit entsteht daraus eine schmierige, leitfähige, elektrische, fast explosive Masse. Das erhöht die Gefahr. In der Bedienungsanleitung für Fernsehgeräte finden sich in der Regel Hinweise zur Aufstellung des Apparates. Auf gute Luftzirkulation ist zu achten. Manchmal sind auch Mindestabstände für den Einbau in Regale oder Schränke vorgeschrieben. Sicher würde ein geeigneter Schrankeinbau - vielleicht hinter Glas - den Spritzwasserschutz verbessern. Die feuchte Luft zirkuliert jedoch noch immer durch das Gerät, denn zur Kühlung ist ein Konvektionsstrom durch das Fernsehgerät erforderlich. Hier haben wir zu den Kriechströmen noch das nächste Problem: Brandgefahr durch Wärmestau. Ein Fernsehgerät ist ausdrücklich zum Betrieb in trockenen Räumen bestimmt, siehe Bedienungsanleitung und Aufdruck auf der Geräterückwand. Wer die Möglichkeit hat, das Gerät im (trockenen) Nebenraum hinter einer Glasscheibe aufzustellen, liegt im Wortsinn auf der sicheren Seite. Feuchtraumgeeignete Lautsprecher, beispielsweise für den Außenbereich, bringen den guten Ton dazu. Für den TV-Genuss, auch aus der hinteren Ecke des Bades, eignen sich gut Projektoren, die nicht so hohe Betriebsspannungen bergen. Durch Abstimmung der Brennweite kann man sie außerhalb des eigentlichen Pool-Bereichs anordnen und die Projektionsfläche je nach Ausführung sogar bespritzen. Leider sind Videoprojektoren besonders teuer, wenn das Bild auch bei Tageslicht noch erkennbar sein soll. Eine Alternative könnten Plasmadisplays sein. Plasmadisplays sind aber noch sehr teuer. Fazit: Es gibt also bislang keine völlig befriedigende Lösung für den gefahrlosen TV-Genuss im eigenen Schwimmbecken. Gleichwohl spricht sicher nichts gegen ein Fernsehgerät im Ruhe- oder Relaxbereich, aber abseits des Beckens, um Schwimmvergnügen und TV-Genuss gefahrlos zu verbinden.






Muss die Filteranlage regelmäßig gewartet werden?


Eine Filteranlage besteht aus Pumpe und Filterbehälter, in dem ein entsprechendes Filtermedium untergebracht ist. Über geeignete Entnahmevorrichtungen im Schwimmbecken (Oberflächenabsauger, Rinnensysteme, eventuell Bodenabsaugung) gelangt das Schwimmbeckenwasser über ein Rohrsystem durch die Pumpenkraft nach der Reinigungsphase im Filterbehälter wieder über Einläufe ins Becken zurück.

Grundsätzlich gilt: Filteranlagen sollen im Beckenwasser befindliche Fremdstoffe festhalten, wie mechanische Verunreinigungen, (beispielsweise Blätter, Insekten oder Schmutz vom Boden über ein Bodenabsauggerät), ausgeflockte Bestandteile (beispielsweise Kosmetik-Reste, Sonnenöl oder Schweiß) sowie durch Desinfektionsmittel (Chlor, Brom, Sauerstoff usw.) oxydierte Fremdstoffe (Keime, Bakterien u.a.).

Fazit: Auch wenn Beckenwasser augenscheinlich klar ist, enthält es durch so viele Fremdstoffe, dass von Zeit zu Zeit die Reinigung des Filtermediums erforderlich wird. Dies wird durch eine Erhöhung des Filterwiderstandes erkennbar, der an einem Manometer angezeigt wird. Um so mehr Schmutz im Filter hängt, um so höher steigt der vom Manometer angezeigte Druck bis zur Notwendigkeit der "Rückspülung". Konkret: Diese Rückspülung ist erforderlich, wenn der Anfangsbetriebsdruck bei sauberer Füllung um einen Wert von 0,3 bis 0,5 bar gestiegen ist. Die Rückspülung erfolgt durch Umkehrung der Wasserrichtung im Filterkessel. Hierzu werden in der Regel entsprechende Ventile verstellt oder bei moderneren Filteranlagen durch Einstellung der gewünschten Filterfunktion an einem Mehrwegeventil.

Das Filtermedium wird jetzt von unten durchströmt, bei richtiger Dimensionierung angehoben und aufgelockert, so dass der Schmutz über den Ablauftrichter (beim Filtern Einlauftrichter) in den Abwasserkanal abgeführt wird. Beim Rückspülen entsteht also ein Beckenwasserverlust, der sich aus der Pumpenleistung beim Rückspülen und der Rückspülzeit errechnen lässt.
Es muss so lange rückgespült werden (ca. 5-10 min), bis am eingebauten Schauglas wieder klares Wasser erkennbar ist. Wasserpflegemittel sollten erst wieder nach dem Rückspülen zugeführt werden, da sie sonst unnötig beim Rückspülen anteilig verloren gehen.

Nach dem Rückspülen ist auch ein günstiger Zeitpunkt für die Randreinigung an der abgesenkten Wasserlinie. Aus der Funktionsbeschreibung wird erkennbar, dass eine größere Menge Filtermedium eine bessere Filterwirkung erzielt und auch längere Rückspülintervalle zur Folge hat.

Höhere Filterkessel werden als Mehrschichtfilter mit unterschiedlichen Korngrößen der einzelnen Schichten sowie auch unterschiedlich geschichtetem Material beschickt, wie beispielsweise Basalt oder Silikaten. Ein Sandwechsel ist erforderlich, wenn nach längerer Betriebszeit der notierte Anfangsbetriebsdruck nicht mehr erreicht wird, weil sich allmählich eine geringe Restverschmutzung mehr und mehr addiert hat. Oder es werden die Rückspülzeiten länger, um den Schmutzeintrag über die Einlaufdüsen ins Becken nach dem Rückspülen zu verhindern. Je nach Wasserqualität und Zusammensetzung sowie Härtegraden sollte eine Filterfüllung alle ein bis zwei Jahre kontrolliert und etwa alle zwei bis drei Jahre von dem zuständigen bsw-Fachbetrieb gewechselt werden.
Da durch das Rückspülen die Körner des Filtermediums immer runder werden, halten sie auch weniger Schmutz zurück, die Filterleistung sinkt. Verbackt der Filter beispielsweise durch Kalk, so sinkt sogar erheblich der Volumenstrom des gesamten Reinigungssystems, da im Filtermedium nur noch wenige durchlässige Strömungskanäle vorhanden sind. Bei jedem Wechsel des Filtermediums muss vor Inbetriebnahme wegen Transportabrieb und Herstellungsverunreinigungen rückgespült werden, sonst kommen nach der ersten Inbetriebnahme die oben bereits genannten dunklen Fahnen über die Einläufe ins Becken. Ein Wasserwechsel ist ebenfalls in den oben genannten Intervallen bei jedem Schwimmbecken erforderlich, selbst bei laufender Nachspeisung durch Rückspülwasserverlust wegen der Chlorid-, Salz- und Kalkanreicherung.

Grund hierfür ist die Verdunstung von Beckenwasser, bei dem die oben genannnte Inhaltsstoffe im Beckenwasser zurückbleiben und schließlich zu einer "Eindickung" und Aufhärtung des Beckenwassers führen. Wird beispielsweise ein Wasser mit 20 Härtegraden eingefüllt und ist nach einem Jahr die Hälfte verdunstet, so hat sich der Kalkgehalt bereits auf 30 Härtegrade erhöht, nach dem zweiten Jahr bereits auf 40 Härtegrade. Als erstes leiden dann die Wärmetauscher an "Arterienverkalkung".






Was muss beim Frühjahrsputz beachtet werden?


Nachdem hoffentlich keine Frostschäden aufgetreten sind, gibt es vor dem ersten Schwimmen dennoch ein bisschen Arbeit. Zuerst werden die Abdeckplanen, Netze und andere Utensilien vom Becken genommen, dann Schutzhüllen (Schmutzhüllen) von den aufgerollten Schwimmbadabdeckungen entfernt. Obwohl etliche Freibadbesitzer das Wasser noch als verwendungsfähig befinden mögen, ist es allmählich eine chemisch undefinierbare Brühe geworden, da beispielsweise auch viele Pflegemittelreste im Wasser geblieben sind. Also: Wasser raus. Fangen Sie erst später mit der Frühjahrsreinigung an (Ende April bis Mitte Mai), haben sich oft wieder Algen gebildet und Sie sollten zur Algenabtötung Pflegemittel zugeben.

Hat sich am Wasserspiegel ein Schmutzfilm gebildet, sollten Sie einige Zentimeter Wasser zulaufen lassen, damit dieser Schmutzrand eingeweicht und sich leichter lösen lässt. Mit einer geeigneten weichen Bürste oder einem etwas härteren Schwamm diesen Rand dann ringsherum abwischen. Nach Absenken des Wasserspiegels bei der Entleerung des Beckens immer wieder nachwischen und dann auch alkalische Randreinigungsmittel verwenden.
Vergessen Sie bitte auch nicht, dass die Filteranlage auf Filterkreislauf geschaltet wird, damit auch die ruhenden Einlaufleitungen mit Wasser durchgespült und dadurch gereinigt werden. Schmutz von eventuellen Korrosionen, Ablagerungen und Veralgungen können dann bei dem frisch gefüllten Becken nicht mehr störend auftreten.

Unter Umständen bereitet das Ansaugen mit der Filteranlage Probleme, da der Skimmer (Oberflächenabsauger) Luft durchlässt. Man kann ihn mit einem Stopfen und zusätzlichem Eingießen von Wasser abdichten, damit auch über den Bodeneinlauf mit der Filteranlage die Entleerung möglich ist. Damit eine zu starke Filterpumpe, besonders bei wenigen Zentimetern Wasserstand im Becken, keine Luft zieht (sogenannte Badewannenschnorchel), sollten auf den Bodenablauf beschwerte Bürsten, größere Steine oder ähnliches gelegt werden, so dass nur noch wenige kleine, nicht zusammenhängende Öffnungen unverschlossen sind, um diesen Badewannenschnorchel nicht entstehen zu lassen. Ist erst einmal durch das Ansaugen von Luft die Strömung bei der Entleerung unterbrochen, wird es mit fallendem Wasserstand immer schwieriger, den Entleerungsfluss wieder herzustellen. Gegebenenfalls empfiehlt sich, die Entleerung, zumindest des Restes, mit einer zusätzlichen Tauchpumpe vorzunehmen, wobei das Wasser im Frühjahr mangels zugesetzter Pflegemittel im Garten verregnet werden kann. Die anschließende Beckenreinigung ist leicht und geht recht schnell, wenn durch Netze oder andere Hilfsmittel das Hineinfallen von Schmutz und sonstigem Laub verhindert wurde und wenn ein Überwinterungsmittel zugesetzt war. Dieses Überwinterungsmittel verhindert zum Teil die Verschmutzung des Beckenwassers und Veralgung, auf jeden Fall die Kalkablagerung, die unter 0 Grad Celsius in gleicher Weise einsetzt, wie bei Warmwasseranlagen über 60 Grad Celsius. Jeder Schwimmbadbesitzer weiß um die Schwierigkeiten vor Absäuerung von Kalkablagerungen weniger noch am Boden als recht mühsam an den Wänden. Den vielleicht immer noch verbleibenden Schmutzrand am Vorjahres-Wasserspiegel mit entsprechenden fettlösenden Reinigern; Kalkablagerungen (Erkennung: Sandpapierartige, raue Oberfläche) mit saurem Reiniger entfernen. Bitte verwenden Sie keine üblichen Haushaltsmittel wegen der unbekannten Zusammensetzung und der evtl. unerwünschten Beeinflussung des pH-Wertes, sondern wählen Sie lieber Produkte Ihres Schwimmbadbauer-Fachunternehmens, die speziell für den zugedachten Verwendungszweck entwickelt wurden. Nach Säuberung der Beckenflächen und ausreichendem Abspülen mit klarem Wasser, die betreffenden Wand- und Bodenoberflächen algentötend (nach Lieferantenangabe) desinfizieren, dann Wasser einlassen. Bei der Füllung des Beckens wird sichtbar, wie wichtig eine gute Skimmerfunktion ist. Das Wasser kann nämlich solange nicht wirksam gefiltert werden, bis der Wasserstand die Skimmermitte erreicht hat und endlich eine wirksame Oberflächenreinigung möglich ist.

Es empfiehlt sich auch, während der Füllphase das Überwinterungs-Feinnetz einmal hervorzuholen und über das Becken zu spannen, bis der Skimmer arbeiten kann. Rückspülung des Filters oder nochmals kurzes Nachspülen vor Inbetriebnahme, damit auch wirklich im System keine Schmutzreste von der Winterruhe vergessen wurden, pH-Werte einstellen und Pflegemittel zugeben. Hatten Sie im Herbst evtl. Defekte, beispielsweise Geräusche notiert, und ist jetzt auch wirklich alles in Ordnung? Ist die Filterfüllung noch gut genug oder haben Sie es schon mehrere Jahre vergessen, Filterfüllung/-kartuschen zu erneuern? Noch ist es Zeit. Rufen Sie sofort bei Ihrem bsw-Fachbetrieb an und vereinbaren Sie einen Termin. Das Datum der letzten Filtererneuerung sollten Sie notieren, damit ein Irrtum ausgeschlossen ist. Während des Füllens kann schon aufgeheizt werden oder Wasser durch die Solaranlage geschickt werden, damit der erste Badespaß im neuen Jahr auch bald erfolgt.






Wie ist die Aufsicht in Hotelbädern geregelt?


Hotelbäder dienen ihrem Zweck nach der ausschließlichen Nutzung durch die Hotelgäste. Sie stellen dabei einen Teil des Gesamt-Service-Angebotes dar, unabhängig von der Berechnung, pauschal oder als Sonderleistung. Mit der Inbetriebnahme eines Hotelbades findet eine beschränkte Verkehrsöffnung statt, solange ausschließlich nur die Hotelgäste Zugang haben. Für diesen Fall kann eine ständige Aufsicht im Schwimmhallenbereich nicht gefordert werden. Das schließt aber nicht aus, dass der Badebetrieb insgesamt unter Beobachtung gehalten werden muss. Für die Art und Weise dieser sporadischen Beobachtung sind die örtlichen Gegebenheiten ausschlaggebend.

Eine gewisse Aufsichtspflicht verbleibt auch bei den Hotelgästen, zumal sie mit der Einmietung die Badeordnung und den Badebetrieb anerkannt haben.
Eine bedingte oder auch ständige Aufsicht im Schwimmhallenbetrieb kann sich aber durch andere Tatbestände ergeben. Wird ein Hotelbad auch gegen Entgelt an Außengäste (beispielsweise Restaurantgäste, Besucher und andere Gruppen) abgegeben, so findet ein öffentlicher, unbeschränkter Badebetrieb statt, der die ständige Anwesenheit einer Aufsichtsperson zur Folge hat. Der Einsatz einer Aufsichtsperson kann aber auch erforderlich werden, wenn sich beispielsweise aus einer besonderen Nutzung des Bades heraus höhere Gefahrenmomente ergeben, wie bei der Nutzung durch Kinder und Jugendliche, Behinderte und Senioren, Vereine oder Schulen.

Hier empfiehlt sich deshalb die Einrichtung fester Betriebszeiten (Öffnungszeitenplan). Öffentlich Nutzungsverhältnisse müssen auch angenommen werden, wenn das Hotelbad an einen Schwimmlehrer vermietet oder verpachtet wird, da dieser schon aus wirtschaftlichen Gründen auf eine erweiterte Nutzung angewiesen ist.






Was hat die sogenannte Beckenhydraulik mit der Qualität des Schwimmbeckenwassers zu tun?


Jeder Benutzer eines Bade- oder Schwimmbeckens erwartet glasklares, hygienisch einwandfreies Wasser. Dies ist gar nicht so schwierig zu erreichen, wenn die Becken gleichmäßig durchströmt werden und vor allen Dingen jedes Wasserteilchen auch regelmäßig mal die Filteranlage von innen „sieht“. Außer der notwendigen und möglichst gleichmäßigen Durchströmung des Beckens muss auch eine intensive Strömung an der Wasseroberfläche gewährleistet sein. In der Regel gelangt Schmutz von oben über die Wasserfläche ins Becken, wie beispielsweise Blütenreste, Blätter, Insekten oder Flugsand. Auch ungeduschte Benutzer tragen auf diesem Wege dazu bei. Wenn auch ein sogenanntes Skimmerbecken kostengünstiger und unproblematischer zu bauen ist als ein Überlaufbecken, muss dringend die Hauptwindrichtung im Sommer (Freibad) berücksichtigt werden.

Es gilt ferner nicht die Formel 1 Becken: 1 Skimmer + 1 Einlauf dazu 1 Chortablette und 1 Stunde täglich filtern = sauberes Schwimmbadwasser! Das funktioniert nur im Glücksfall, wie jedes Jahr die vielen Anrufe – besonders an heißen Tagen und bei Gewitterneigung – beweisen. Durch viel Nutzung (Vermischung) und Bodensaugen (Erfassung der unteren kalten Wasserzonen) wird oft noch schlechtere Wasserqualität vermieden. Eine gute Durchströmung setzt bei einem Becken von rund 4 mal 8 Metern mindestens 4 Einläufe oben und unten, 1 Bodenablauf und 2 Skimmer voraus. Nur so wird erreicht, dass bei entsprechend ausreichender Filterleistung und –zeit
1. eine schnelle und intensive Oberflächenreinigung vorhanden ist,
2. eine gleichmäßige Durchmischung im Becken erfolgt,  
3. auch das kältere Wasser in der Bodenzone mit erfasst und geheizt wird oder temperaturmässig gemischt wird,
4. Wasserpflegemittel auch ausreichend in allen Beckenbereichen gleichmäßig verteilt werden.

Hautpartikel oder Haare der Schwimmbadbenutzer bewegen sich in aller Regel ebenfalls im oberflächennahen Bereich. Bei öffentlichen Bädern ist die Schwimmbadnorm DIN 19 643 Grundlage für die Wasserführung. Sie fordert eine allseitige Überlaufrinne und Einströmung über Bodenkanäle oder Einläufe am Boden oder im unteren Wandbereich. Werden Überlaufrinnen bei Privatbädern geplant, ist oft der notwendige Überlaufbehälter (Puffer- oder Ausgleichsbehälter) nicht berücksichtigt. Sie sind notwendig, damit an der starren Abrisskante immer der Wasserstand zwangsläufig angepasst werden kann. Konkret: Begeben sich viele Benutzer gleichzeitig ins Becken, steigt der Wasserspiegel, es läuft eine größere Wassermenge über und muss aufgefangen („zwischengelagert“) werden. Denn wenn jetzt viele Badende das Becken wieder verlassen, fällt der Wasserstand unter Rinnenkante, es läuft nichts mehr über, die Filterpumpe würde trockenlaufen. So aber wird das Wasser aus dem Überlaufbehälter entnommen und der nutzbare Inhalt muss so ausreichend bemessen sein, dass der Wasserspiegel im Becken wieder rechtzeitig bis zum erneuten Überlaufen angehoben wird, ehe der Überlaufbehälter leer ist. Auch wenn interessante architektonische Gestaltungsmöglichkeiten für das Überlaufrinnen-System sprechen, ergeben sich beim privaten Schwimmbad erheblich höhere Baukosten für diese Wasserführung. Dafür entfällt einerseits der Schmutzrand an der Wasserlinie, andererseits müssen die Rinnenroste gereinigt werden (besonders von der Unterseite) und in Hallenbädern verdunstet mehr Wasser (Entfeuchtungskosten). Fließ-, Plätscher- und Gurgelgeräusche in Überlaufrinnen können sich zudem besonders in Hallenbädern sehr störend auswirken. Wenn diese Geräusche auch nicht vollständig zu verhindern sind, so besteht doch die Möglichkeit, sie durch entsprechende Maßnahmen zu reduzieren. Bereits beim Überlaufen des Beckenwassers in die Rinne entstehen Fließgeräusche, die sich jedoch durch die Ausbildung einer schiefen Ebene in der Rinne mindern lassen. Durch Schrägung in der Rinne wird ein freier Wasserfall vermindert, die Adhäsion zwischen Wasser und Rinnenwand bleibt weitgehend bestehen, so dass der Wasserfluss nicht abreißt. Gleichzeitig reduziert sich die Kohlensäureausgasung, eventuell hiermit verbundene Kalkausfällungen sowie eine Veränderung der pH-Werte im alkalischen Bereich. Geräusche innerhalb der Rinne lassen sich außerdem mit einer Verringerung, das heißt durch einen entsprechend großen Rinnenquerschnitt, positiv beeinflussen. Störende Gurgelgeräusche im Bereich der Rinnenabläufe entstehen, wenn vom abfließenden Wasser Luft mitgerissen wird, die nicht entweichen kann. Durch hydraulisch einwandfreie Konstruktionen an der Anschlussstelle ist daher möglichst eine Trennung von Wasser und Luft anzustreben. Nach den Erkenntnissen der Praxis sind

die Rinnenabläufe möglichst groß zu dimensionieren
desgleichen die Ablaufabdeckungen bei offenen Rinnen
die Ablaufabstände möglichst gleichmäßig anzuordnen
bei abgedeckten Rinnen keine ablaufbehindernden beziehungsweise störenden Fangvorrichtungen (Sieb- oder Lochbleche) zu verwenden.

Für Privatbäder wird eine intensive Wasserflächenströmung und –reinigung durch eine einfachere Lösung erreicht, und zwar den Einbau von Oberflächenabsaugern mit Schwimmklappen (Skimmer). Die Schwimmklappe stellt sich millimetergenau auf eine dünne Wasserschicht ein, dass heißt, die Filterleistung steht nur für die dünne Wasserschicht zur Verfügung und dadurch wird eine hohe Strömungsgeschwindigkeit derselben erreicht. Nimmt man die Klappe heraus, zeigt sich, dass nunmehr durch die dickere angesaugte Wasserschicht die Strömungsgeschwindigkeit eher müde ist und zum Beispiel Blätter sich nur noch äußerst langsam in Richtung Skimmer bewegen. Die einfachste Kontrolle für eine gleichmäßige Wasserdurchströmung des Beckens (bei öffentlichen Bädern werden Farbstoffe verwendet) ist nach Füllung und Aufheizung des Beckens eine vorsichtige Benutzung, am besten Begehung ohne Verwirbelung des Wassers. So werden Sie leicht kalte Zonen in der Anfangsphase feststellen, die später durch Verwirbelung von Bodensaugern und Benutzung nicht mehr so präzise wahrnehmbar sind. Auch bei einer möglichen Veralgung – wenn sie sich denn mal nicht hat vermeiden lassen – werden die schlechter durchströmten Zonen sich als erste zeigen. Dies sind beispielsweise immer die unteren vier Beckenecken bei dem typischen 4 mal 8 Meter Rechteckbecken. Andererseits ist bei einer preiswerteren Wasserführung auch nie eine ganz gleichmäßige Filtrierung aller Wasserteilchen möglich, weil sonst zum Beispiel bei dem obengenannten Becken 10 bis 20 Einläufe oder noch mehr sowie die doppelte bis dreifache Zahl an Skimmern und etliche Bodenabläufe notwendig wären. Dies steht dann in keinem Kosten-Nutzen-Verhältnis mehr bei der doch relativ geringen Frequentierung eines Privatbades. Genauso wenig wie man bei einer Ofenheizung mit Anordnung in der Mitte des Zimmers im Fensterbereich noch angenehme Temperaturen erwarten kann, reicht andererseits hierzu als Vergleich die Anordnung von Heizkörpern unter dem Fenster, obwohl damit auch noch nicht eine ganz gleichmäßige Raumtemperatur erreicht wird, die dann noch vorhandenen Differenzen sind aber hinnehmbar.






Was ist beim Bau einer Schwimmhalle zu berücksichtigen?


Damit in einer Schwimmhalle ein behagliches Wellnessklima herrscht, müssen bestimmte bauliche Voraussetzungen erfüllt sein.

Konkret: Schwimmhallen, die dem heutigen Komfortanspruch des Benutzers hinsichtlich der klimatischen Verhältnisse genügen sollen, stellen in vieler Hinsicht eine große Herausforderung an die baubeteiligten Fachleute dar.

15 Antworten auf 15 Fragen zur Bauphysik in einer Schwimmhalle.


1. Sind Schwimmhallen klimatisch wie Badezimmer anzusehen?

Nein, es gibt einen gravierenden Unterschied. Im häuslichen Badezimmer gibt es zeitweise hohe Luftfeuchtigkeit, die dann meist wieder auf Wohnraumniveau absinkt. In der Schwimmhalle dagegen ist eine permanent hohe Luftfeuchtigkeit gegeben. Die absolute Feuchtemenge liegt etwa doppelt so hoch wie bei normalem Wohnraumklima. Im Badezimmer können Baustoffe (Wände, Decke) zur zeitweisen Pufferung von Feuchtespitzen herangezogen werden. Aber in der Schwimmhalle kann dieser Effekt nicht genutzt werden, weil kaum Feuchteschwankungen vorkommen.

2. Was bedeutet 60 % relative Luftfeuchte?

Die Angabe der relativen Luftfeuchtigkeit hat nur dann praktischen Wert, wenn die entsprechende Lufttemperatur dazu genannt wird. Luft kann nämlich bei steigenden Temperaturen mehr Feuchtigkeit aufnehmen als bei kühleren Temperaturen. Deshalb verschwindet beispielsweise Nebel, wenn im Laufe des Tages die Lufttemperatur steigt. Die Nebeltröpfchen werden von der Luft wieder in Form von durchsichtigem Wasserdampf aufgenommen. Schwimmhallenluft von 30° C, 60 % relativer Luftfeuchte enthält pro Kubikmeter rund 19 g Wasser. Wohnraumluft (20° C) bei ebenfalls 60 % relativer Luftfeuchte enthält dagegen nur circa 10g/m³, also etwa die Hälfte.

3. Warum wird in Schwimmhallen eine Dampfsperre benötigt?

Die Außenluft hat das Jahr über deutlich weniger Feuchtigkeit pro Kubikmeter Luft gespeichert als die Schwimmhallenluft. Im Winter kann der Feuchtegehalt in der Schwimmhalle zeitweise höher liegen als in der Außenluft. Durch diesen Unterschied im Feuchtegehalt ist der Wasserdampf bestrebt, einen Ausgleich zu schaffen und drängt in Richtung der feuchtigkeitsarmen Außenluft. Weil Wasserdampfmoleküle so winzig klein sind, können sie üblich Baustoffe mit geringem Widerstand durchdringen. Da die Außenwand jedoch nach außen hin kühler wird, unterschreitet das Wasserdampfmolekül auf dem Weg durch die Außenwand die sogenannte Taupunkttemperatur und wird zu flüssigem Wasser. Dies ist für jede Wandkonstruktion schädlich. Daher muss der Vorgang bereits auf der Innenseite der Schwimmhalle unterbunden werden. Dies übernimmt die Dampfsperre.

4. Können Wände hinter einer Dampfsperre noch atmen?

Unter Atmung wird entweder Luft- oder Feuchtigkeitsaustausch verstanden. Ein Luftaustausch findet durch eine hochwertig ausgeführte Wand aber nicht statt. Aus diesem Grund ist der Begriff „Atmung“ im Prinzip falsch. Wird mit Atmung die Feuchtigkeitswanderung bzw. Diffusion durch Bauteile gemeint, so gelten die zu Frage 1 und 3 ausgeführten Erläuterungen. Durch die Dampfsperre wird verhindert, dass Wasserdampf in die Konstruktion eindringt. Daher kann das Mauerwerk nach außen austrocknen. Aufgrund der hohen Temperatur in
der Schwimmhalle liegt die Diffusionsrichtung der Feuchtigkeit generell von innen nach außen. Dadurch kann die Außenwand von außen nach innen nicht durchfeuchtet werden und bleibt trocken.

5. Wie vermeidet man ganz zuverlässig Tauwasserschäden?

Um Tauwasserschäden in der Schwimmhalle zu verhindern, muss die Oberflächentemperatur der Wände über der sogenannten Taupunkttemperatur von circa 23° C liegen. Ist dies nicht der Fall, dann ist die Wärmedämmung der Außenbauteile zu gering. Am sichersten vermeidet man Tauwasserschäden durch eine rundum geschossene Innendämmung mit aufkaschierter Dampfsperre wie beispielsweise dem ISO-PLUS-SYSTEM. Dieses System hat sich bewährt, weil Wärmebrücken vermieden werden, und die Wärmedämmung sorgfältig verlegt und auch kontrolliert werden kann. Die gesamte Fläche ist dampfdicht.

6. Welche Vorschriften gelten für Schwimmhallenbauteile?

Außenbauteile wie Wände und Decken müssen die Mindestanforderungen beim Wärmeschutz erfüllen. Diese sind in der Wärmeschutz-Verordnung definiert. Außerdem muss jedes Bauteil bauphysikalisch überprüft werden. Dazu empfiehlt sich der Nachweis nach DIN 4108. Dieser Nachweis sollte vor Baubeginn für jedes Bauteil der Schwimmhalle erstellt werden. Er gehört zur Sorgfaltspflicht von Planern und ausführenden Handwerkern. ISO bietet derartige Nachweise als Partner-Service an.

7. Was fordert die Wärmeschutz-Verordnung für den Bau von Schwimmhallen?

Schwimmhallen sind hinsichtlich der Wärmedämmung wie Wohnräume zu betrachten. Hierfür legt die Wärmeschutz-Verordnung Maximalwerte für den Heizwärmebedarf fest. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern kann das sogenannte Bauteilverfahren angewendet werden. So dürfen die Bauteile einer Schwimmhalle bestimmte k-Werte nicht überschreiten.

8. Ist bei Kellerwänden eine Außendämmung sinnvoll und notwendig?

Kellerwände gegen Erdreich werden in der Regel in Beton ausgeführt und sollten daher sinnvollerweise mit mindestens 6 cm Dämmstoff von außen wärmegedämmt werden. Auf der Innenseite ist eine zusätzliche Wärmedämmung mit Dampfsperre sinnvoll, da Schwachstellen wie Fensterlaibungen und Deckenübergänge auf diese Weise bauphysikalisch sicher ausgeführt werden können. Der Wasserdampf bleibt dort wo man ihn habe will, in der Schwimmhalle. Die Beton-Konstruktion wird vor den Chemikalien der Schwimmhallenluft (Chloride) geschützt.

9. Wie können Innenwände technisch sicher ausgeführt werden?

Bei Innenwänden muss unterschieden werden, ob sie an beheizte oder unbeheizte Räume anschließen. Bei unbeheizten Räumen sind gemäß Wärmeschutz-Verordnung die gleichen Anforderungen zu erfüllen wie bei den Außenwänden gegen Erdreich. Daher ist auch hier in der Regel eine Innendämmung mit Dampfsperre notwendig. Innenwände gegen beheizte Räume sollte man ebenfalls mit einer Wärmedämmung versehen. Die Wand bleibt so auf der Innenseite behaglich warn, der Wärmeabfluss wird spürbar reduziert und die nebenliegenden Räume werden nicht unnötig erwärmt.

10. Welche Bedingungen sind für Wandmalereien zu schaffen?

Unabhängig von der späteren Gestaltung der Schwimmhallenwände muss die Wandkonstruktion bauphysikalisch sicher ausgeführt sein, das heißt, es darf sich weder an der Oberfläche noch im Wandinneren Kondensat bilden. Durch hochwertige Innendämmung mit Dampfsperre wird dafür die wichtigste Voraussetzung geschaffen. Auf der Aluminium-Dampfsperre kann dann mittels systemgerechter Haftbrücke der Schwimmhallenputz- oder speziell bei geplanter Malerei – ein Malgrund aufgebracht werden. Gerade bei Malergestaltung sollte man auf ein bewährtes Gesamtsystem zurückgreifen, bei dem alle Komponenten (Wärmedämmung, Dampfsperre, Gestaltung) aufeinander abgestimmt sind.

11. Wie können begrünte Flachdächer ausgeführt werden?

Bei Flachdächern ist immer auf eine hochwertige Feuchtigkeitsabdichtung an der Oberseite zu achten. Für einen sicheren wurzelfesten Aufbau der Konstruktion gibt es DIN-gerechte und praxisbewährte Aufbauten. Dabei sind auch die Lage und die Dicke der Wärmedämmung festgelegt. Prinzipiell gibt es zwei Varianten:
- Die Warmdach-Konstruktion, bei der die Feuchtigkeits-Abdichtung oben auf der Wärmedämmung angebracht ist und
- das sogenannte Umkehrdach, bei dem der Dämmstoff auf der Feuchtigkeitsabdichtung angebracht ist.
Auf der Innenseite ist bei Flachdächern eine zusätzliche
Wärmedämmung mit Dampfsperre sinnvoll, da dadurch der nahtlose Übergang zur Dampfsperre der Außenwände geschaffen wird. Durch die verschiedenen Folien und Sperrschichten im Flachdach ist diese Konstruktion im Einzelfall gesondert zu überprüfen.

12. Muss ein Schwimmhallendach immer hinterlüftet werden?

Schwimmhallendächer werden oft in Steildach- oder Pultdach-Konstruktion ausgeführt. Hierbei greifen die Planer meistens auf Leimbinder- oder Holzsparrenkonstruktionen zurück. Dabei eignet sich der Zwischenraum zwischen den Sparren der Pfetten bestens, um den Dämmstoff (Mineralwolle) einzubringen. In Schwimmhallen hat sich die sogenannte Vollsparren-Dämmung bewährt. Dabei wird auf die Hinterlüftungsebene direkt über dem Dämmstoff verzichtet. Der Hohlraum wird sparrenhoch mit Dämmstoff ausgefüllt. Über der Dämmung wird eine diffusionsoffene Unterspannbahn befestigt und darauf die Konterlattung für die Dachkonstruktion. Diese übernimmt dann die Hinterlüftung der Dacheindeckung. Bei Holzkonstruktionen ist auf der Innenseite eine absolute Dampfsperre unabdingbar. Alle Stöße und Fugen müssen systemgerecht dampfdicht verklebt werden, so dass die gesetzlich erforderte Winddichtigkeit erreicht wird.

13. Sind Gips-Bauplatten in Schwimmhallen zulässig?

Planer und Handwerker sind gut beraten, wenn sie bei der Auswahl der Produkte auf Schwimmhallen-Tauglichkeit achten. Gerade weil eine Schwimmhalle nicht mit den klimatischen Anforderungen eines normalen Wohnhauses gleichgesetzt werden kann, müssen alle Produkte, die der Innengestaltung dienen, für die permanente Feuchtebelastung geeignet sein. Entsprechende Herstellergarantien sollten abgefordert werden. In diesem Zusammenhang sind beispielsweise Gipsbaustoffe äußerst kritisch zu betrachten. Sie neigen in der permanent hohen Luftfeuchtigkeit zur erhöhten Feuchtigkeitsaufnahme und stehen in der Gefahr, ihre Festigkeit zu verlieren. Zu empfehlen sind gipsfreie Kalzium-Silikat-Platten wie beispielsweise ISO-Feuchtraum-Paneele.

14. Sind Deckenabhängungen in Schwimmhallen ratsam?

Die Deckenabhängung in Schwimmhallen erfreut sich eines zunehmenden Interesses bei Bauherren und Planern. Sie hat sehr große Vorteile bei der Gestaltung der Schwimmhalle, da durch die Abhängung verschiedene Höhenabstufungen mit relativ wenig Aufwand möglich sind. Außerdem können hinter der Abdeckung Versorgungsleitungen und Kabel untergebracht werden, und die Be- und Entlüftung kann über den Abhängungszwischenraum erfolgen. Dadurch lassen sich unschöne Lüftungsgitter vermeiden. Als Material für die abgehängte Fläche eignen sich ISO-Feuchtraum-Paneele. Diese großflächigen Platten sind absolut feuchtesicher und können auf der Innenseite beliebig mit Putz oder auch Malerei gestaltet werden. Sie sind hitzebeständig und können deshalb problemlos die Beleuchtungskörper aufnehmen. Hinsichtlich der Abhängung (Material und Ausführung) müssen die speziellen Anforderungen für Schwimmhallen beachtet werden.

15. Wie lassen sich die Betriebskosten niedrig halten?

Einen wichtigen Anteil an den Betriebskosten bilden die Heizkosten. Sie sind durch fachgerechte Planung und Ausführung stark beeinflussbar. Am wichtigsten sind dabei der Wärmeschutz der Außenflächen, die hochwertige Verglasung, die Verdunstungsminimierung aus dem Becken und die Wärmerückgewinnung bei der Lüftung und Entfeuchtung. Durch gewerkeübergreifende Planung sind die Heizkosten einer privaten Schwimmhalle mit Werten unter 2,50 Euro pro Tag realistisch. Man spricht dann von sogenannnten Niedrigenergie-Schwimmhallen, analog den Niedrigenergiehäusern.






Benötigt man ab 1,50 m Wassertiefe auch im Privatbereich einen Schwimmmeister?


Benötigen wir ab 1,50 Meter Wassertiefe nicht einen Schwimmmeister? bsw-Schwimmbadbau-Fachunternehmen hören die Frage im Beratungsgespräch, von ihren Kunden insbesondere mit Blick auf die eigenen Kinder, auch für private Schwimmbäder immer wieder. Die Antwort ist eindeutig. Die DIN 19643 "Aufbereitung von Schwimm- und Beckenwasser" unterscheidet zwischen privatem und öffentlichem Schwimmbad. Und für ein privates Schwimmbad gibt es hinsichtlich der Ausführung keine Vorschriften. Im Klartext: Dieses Regelwerk gilt nicht für private Bäder, und daher ist ein privates Bad mit jeder vom Kunden gewünschten Wassertiefe ohne Schwimmmeister benutzbar. Allerdings: Das Schwimmbad darf nur von Familienangehörigen benutzt werden, sonst gelten die Anforderungen der DIN 19643. Schon eine "badeberechtigte" Haushaltshilfe verwandelt einen privaten Pool in ein öffentliches Bad. Das gilt auch für eine im Haus wohnende Mietpartei mit Baderecht.






Wie kann man die Funktionsweise eines Oberflächenabsaugers (Skimmer) erklären?


Bei der Überlaufrinne wird durch ein besonderes System der Niveauregulierung ein natürlicher Überlauf in die Rinne erreicht, der für eine gute Oberflächenreinigung sorgen soll. Hierzu gehören dann ein Auffangbehälter und andere Einrichtungen, die beim Privatbad insgesamt durchaus 10.000 Euro und mehr an zusätzlichen Kosten verursachen.

Der Oberflächenabsauger (Skimmer) hat dagegen eine bewegliche Klappe, die sich auf die Höhe des Wasserspiegels selbsttätig im Filterbetrieb einschwimmt und dadurch ebenfalls die Absaugung einer dünnen Wasserschicht an der Oberfläche des Beckens bewirkt. Bei der Überlaufrinne wird das dünnschichtig überlaufende Wasser nicht beeinflusst, es planscht in einem Zwischenbehälter, aus dem die Pumpe das Wasser entnimmt. Anders ist es bei Oberflächenabsaugern (Skimmern), da die Saugleitung der Pumpe hier direkt angeschlossen ist und eine andere Wirkung der Beckenströmung entsteht. Der im Verhältnis zur Rinne viel kleinere Oberflächenabsauger besitzt eine höhere Fließgeschwindigkeit an der Klappenkante. Die Druckseite dagegen kann konstruktiv beeinflusst werden. Als in den 60er Jahren mehr private Schwimmbäder gebaut wurden, waren die preiswerteren Oberflächenabsauger (Skimmer) im Gegensatz zur Rinne schon eine kleine Sensation. Insbesondere die Skimmerklappe hat eine ganz wichtige Funktion, nämlich die Begrenzung des strömenden Wassers auf eine millimeterdünne Schicht. Erreicht werden soll damit, dass eine dünne Wasserschicht mit hoher Geschwindigkeit bewegt wird, also auch schwere Fremdstoffe schnell von der Oberfläche abgesaugt werden, ehe sie bis zum Boden durchschwabbeln. Am Boden ist ihre Beseitigung mit Bodensauggeräten oder Bodensaugautomaten kein Problem. Die Skimmerklappe ist also kein Zierobjekt mit belanglosem Pendelmechanismus. Inzwischen gibt es für fast jedes Fabrikat bei den bsw-Fachbetrieben Ersatzmodelle zu wirklich vertretbaren Preisen von rund 20 bis 40 Euro, notfalls kann auch eine Sonderanfertigung hergestellt werden. Manche Schwimmbadbesitzer stört, dass die Klappe im Badebetrieb hin und her schlägt und ein Klappergeräusch entsteht. Während der Badezeiten sollte sowieso die Filteranlage laufen, so dass man diesem Problem leicht aus dem Wege gehen kann, da die Klappe dann durch die "Saugwirkung" der Pumpe nach unten gezogen wird und gar nicht gegen den Rahmen schlagen kann. Manchmal sind die Badezeiten jedoch willkürlich und das Schlagen der Klappe gegen die Halterung dann doch hörbar und man hat vergessen, die Filteranlage von Hand für die plötzliche Benutzungszeit einzuschalten. Dann hilft es, wenn man die Halterung oder das Gegenstück zum Klappenanschlag mit Vlies oder anderen Dämmmaterialien von innen oberhalb des Wasserspiegels beklebt.






Was ist beim Standort eines Freibeckens zu beachten?


Den Standort des Schwimmbeckens festzulegen ist die erste Entscheidung, die zu treffen ist. Nur der richtig gewählte Platz gewährleistet ungetrübte Badefreuden.

Für die Lage eines Freibades sind drei gültige Idealforderungen aufzustellen:

möglichst viel und lange Sonneneinstrahlung
möglichst windgeschützt
möglichst abgeschirmt vor neugierigen Blicken der Nachbarn

Für den Standort des Beckens ist ein möglichst sonniger Platz vorzusehen. Sonne ist die billigste Energiequelle für die Beckenerwärmung. Nachmittagssonne ist für ein Bad nach Feierabend besonders angenehm.

Der Wind hat gute und schlechte Eigenschaften. Er hilft bei der Oberflächenreinigung, weil er den Schmutz vor sich hertreibt, er kühlt aber auch das Beckenwasser stärker ab als die umgebende Erde und bringt den meisten Schmutz, wie Staub, Blätter etc. in das Becken. Deshalb: Sträucher, Bäume, Hecken, Blumen gehören nicht in die Nähe eines Schwimmbeckens, weil sie es nur verschmutzen und darüber hinaus auch die Sonneneinstrahlung beeinträchtigen.

Bei der Standortwahl kann die Geländeform eine wesentliche Rolle spielen. In ein ebenes Gelände lässt sich ein Schwimmbecken leichter einbauen als in ein Gelände mit Hanglage, bei dem häufig Stützmauern angebracht werden müssen. Unter Umständen verteuern sie die Schwimmanlage beachtlich. Der tiefste Geländepunkt ist auch nicht zu empfehlen, weil sich hier Regenwasser ansammelt. Ferner ist auch auf Grundwasser zu achten; in solchen Fällen ist eine gute Drainage unerlässlich.






Gibt es neben der Wiesbadener Rinne auch weitere Formen von Überlaufrinnen?


Die für öffentliche Bäder zwingend vorgeschriebenen Überlaufrinnen für Schwimmbäder und Whirlpools entsprechend DIN 19643 erfreuen sich auch im gehobenen, privaten Schwimmbadbereich immer größerer Beliebtheit.

Die Vorteile sind:


Optimale Beckenhydraulik, guter optischer Ausblick beim Schwimmen, keine Wellenreflektion und hervorragende architektonische Gestaltungsmöglichkeiten.

Neben der Wiesbadener Rinne gibt es weitere Überlaufrinnensysteme mit lotrechter Beckenbegrenzung (siehe Abbildung).






Welche gesundheitswirkenden Elemente stecken in einem Whirlpool?


Whirlpools kamen schon in den 70er Jahren nach Europa und haben sich nach einem zunächst zögerlichen Start in den letzten Jahren zu wirklichen Publikumslieblingen entwickelt. Die Attribute, die ihnen nachgesagt werden, reichen von „Spaßmachern“ über „Wellnesspool“ bis hin zum „Gesundheitsbringer“. Vergleiche mit heißen Quellen, Thermalbädern und Unterwassermassagebädern werden herangezogen. Begriffe wie Hydrotherapie, Balneo- oder Thalassotherapie schwirren durch Prospekte und Werbeaussagen. Fest steht, dass es nachhaltig belegte Wirkungsweisen des Whirlpools gibt, viele Untersuchungen im Gange sind und vor allem immer wieder neue Einsatzgebiete des Whirlpools in der Medizin und Naturheilkunde gefunden werden.

Eben diese Wirkungsweisen und Einsatzgebiete sollen im folgenden dargestellt werden. Zunächst aber einige begriffliche Einordnungen: Whirlpools kamen als sogenannte Spas aus Amerika zu uns nach Europa. Dabei wurde die Bezeichnung „Spa“ als Gattungsbezeichnung für diese Geräte gewählt, weil sie als Abkürzung steht für Sanus per Aquam – Gesundheit durch Wasser. Ursprünglich geprägt wurde dieser Begriff von den alten Griechen und Römern, die um die Heilkraft von Wasser und Bädern wussten und unter dem Motto „Sanus per aquam“ öffentliche Bäder bauten, die sich zu Erholungs- und Gesellschaftszentren der Städte entwickelten. Diese Bäder waren ausgestattet mit heißen Quellen, Schwimmbädern, Sitzbädern, Dampf- und Schwitzbädern und sind die Vorläufer unserer heutigen Kur- und Badeorte. Im englisch-sprachigen Raum werden diese Badeorte auch heute gebräuchlicherweise als „Spas“ bezeichnet. Im Laufe der Geschichte hat sich um die heilende Kraft des Wassers und seiner Anwendungen eine ganze Wissenschaft entwickelt. Heute sprechen wir von der Hydrotherapie als Überbegriff für alle therapeutischen Formen der Heilbehandlung durch Wasseranwendung. Dabei wird Wasser vor allem eingesetzt wegen seiner Temperaturen. Unterschiedliche Wassertemperaturen lösen unterschiedliche Reize auf den Körper aus und haben somit unterschiedliche Wirkungen. Die Hydrotherapie umfasst grundsätzlich die vier Anwendungsgebiete Bäder, Sauna, Wickel und Packungen. Im Bereich der Bäder unterscheidet man: Kalte Bäder (Leitungswassertemperatur), einfache Bäder (34 – 35° C), warme Bäder (36-37° C) und wechselwarme Bäder. Innerhalb dieser Kategorien gibt es wiederum eine Vielzahl unterschiedlicher Bäder. Je nach Wasserinhaltsstoff (zum Beispiel Schwefel oder Sole), Badezusatz (beispielsweise Kräuter) oder möglicher physiotherapeutischer Anwendung weisen diese Bäder unterschiedliche Wirkungen auf und werden deshalb in jeweils unterschiedlichen Gebieten eingesetzt. In der Schulmedizin wird die Hydrotherapie als unterstützende Behandlung anerkannt und im Rahmen der Physiotherapie bei Beschwerden mit Gelenken oder Muskeln eingesetzt.

In der Naturheilkunde wird die Hydrotherapie zusammen mit anderen Maßnahmen, wie beispielsweise vollwertiger Ernährung, Entspannung und ausreichender Bewegung kombiniert, um den ganzen Organismus zu behandeln und seine Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Auch der Begriff Balneologie wird häufig im Zusammenhang mit Whirlpools gebraucht, wobei dieser Begriff definiert ist als die Lehre von der therapeutischen Anwendung von natürlichen kurortgebundenen Heilwässern und Heilgasen. Dies soll nur andeuten, was für ein traditionsreiches und weites Spektrum sich hinter „Sanus per Aquam“ befindet. Und es soll zeigen, dass es zu oberflächlich ist, einen Whirlpool mit einer „heißen Quelle“ oder einem „Massagebad“ zu vergleichen – wie es in Werbeaussagen häufig der Fall ist. Vielmehr ist es notwendig genau zu betrachten, welche Elemente die Funktionsweise des Whirlpools ausmachen, wie diese Elemente wirken und wo dementsprechend die positiven Aspekte für die Gesundheit sind. Daraus geht nämlich hervor, dass der Whirlpool eine eigenständige Badeform innerhalb der Hydrotherapie ist. Zunächst kommt der Wassertemperatur im Whirlpool eine besondere Bedeutung zu. Wissenschaftler haben bereits 1982 in einer nachhaltigen Untersuchung die Auswirkung der Wassertemperatur auf verschiedene Kreislaufparameter der Badegäste untersucht. Daneben wurden auch test-psychologische Untersuchungen und Reaktionszeitmessungen durchgeführt. Das Ergebnis: Nimmt man die Reaktionszeit als Maß für Ermüdung oder Wachheit, so kann in Übereinstimmung mit der Befindlichkeit das 36°C-Whirlbad als erfrischend, das 40°C-Bad eher als belastend bezeichnet werden. Die Untersuchung der Herz-Kreislauf-Parameter in Abhängigkeit zur Kerntemperatur bestätigt diese Tendenz. Nach den Ergebnissen dieser Untersuchung kann ein 20 minütiges 36° C warmes Whirlbad gesunden Versuchspersonen als Entmüdungsbad empfohlen werden. Von einem entsprechenden 40°C heißen Whirlbad muss abgeraten werden. Die Luftsprudelmassage wurde bereits 1909 in die physikalische Therapie eingeführt. Erst 1969 wurde von dem Amerikaner Len Gordon ein Whirlpool vorgestellt, der sich diese Technik zunutze machte, indem er über einen Düsenboden Luft in ein wassergefülltes Becken presste. Was geschieht bei der Luftsprudelmassage?

1. Perlmassage
1.1. - Luftbläschen setzen sich am Körper fest
- Der Auftrieb und damit die Entlastung der Gelenke wird verstärkt
- Luftbläschen transportieren Sauerstoff in die Hautporen
- Die Hautdurchblutung nimmt um 115 % zu
- Die Wärmeübertragung auf den Körper erfolgt um 25 % schneller
1.2. Reinigungseffekt
- Luftbläschen nehmen beim Vorbeiströmen Schmutzteilchen und abgestorbene Hautschuppen mit
1.3. Schröpfkopfeffekt
- Luftbläschen setzen sich an den Härchen der Haut fest, hebeln diese aus, reißen sie mit und lassen die Haut wieder zurückschwingen. Das regt die Nerven an und ist verantwortlich für das Prickeln, dass man auf der Haut verspürt. Dieser vieltausendfach erfolgende nervale Impuls führt direkt zu verstärkter Hauptdurchblutung.

2. Klopfmassage
Große Sprudelblasen bewirken eine kräftige Klopfmassage, die über die Haut in die Tiefe des Gewebes übertragen wird. Sie erreicht die Muskeln, Gelenke und auch die Bandscheiben und inneren Organe.
Muskulatur, Bindegewebe und Gelenke werden gelockert, deren Durchblutung gesteigert.
Was geschieht bei Wasserstrahlmassage? In der Hydrotherapie versteht man unter einer „Unterwasserdruckstrahlmassage“ die Massage im Wannenbad mit Hilfe eines warmen Wasserdruckstrahls.

Die Massagedüsen in einem Whirlpool können als Vorstufe einer Unterwassermassage gesehen werden, die positiv und sanft gegen Muskelverspannungen wirken. Die Düsen sind in der Regel im Schulter- und Nackenbereich, Kreuzbeinbereich und Fußbereich angebracht und in der Leistung regulierbar. Whirlpools auf Basis solcher Düsensysteme hat der Amerikaner Jacuzzi Anfang der 60er Jahre entwickelt und auf den Markt gebracht. In vielen Ländern wird der Begriff Jacuzzi als Gattungsbegriff für Whirlpools verwendet. Aus den zuvor genannten Gründen ergeben sich eine Vielzahl positiver Wirkungen von Whirlpools auf die Gesundheit.






Was muss der Freibadbesitzer wissen, wenn er seinen Pool winterfest machen will?


Unsicher sind sich oft Freibadbetreiber, ob die Schwimmbecken entleert werden sollen oder nicht. Dies ist eigentlich ganz einfach und nachvollziehbar zu beantworten: Bei einem leeren Schwimmbecken wirkt sich die niedrige Außentemperatur auf alle Beckenflächen aus, das bedeutet, dass der Frost auch hinter der Bodenplatte wirkt und um so zerstörerischer, je mehr Wasser oder Feuchtigkeit außen vorhanden sind. Generell bleiben deshalb Schwimmbecken im Winter gefüllt, wie hoch, sagt der erfahrene bsw-Schwimmbadbauer.


Ein rund 1m hoch gefülltes Schwimmbecken wird dagegen nie bis zum Boden durchfrieren können, das heißt, unterhalb der Eisschicht wird es frostfrei bleiben.

Schwieriger sind Becken zu beurteilen bei Hanglagen, wenn das Becken an der Bergseite ebenerdig eingebaut ist (vielleicht sogar noch die Längsseite) und mit der anderen Längsseite fast frei steht. Hierzu ist unbedingt der Rat eines Fachmannes oder des Erbauers einzuholen. Was ist also im einzelnen zu beachten? Als erstes sollte der Termin generell jährlich festgelegt sein, beispielsweise der 1. Oktober, damit man es nicht vergisst und dann vom Frost überrascht wird.

Schwimmbecken, ob gemauert oder betoniert, Fertigbecken oder andere Beckentypen, werden immer bis auf Terrainhöhe entleert, wobei wegen des Wassergewinns durch Regen und Schnee zur Sicherheit der Wasserspiegel noch um weitere 20 - 40cm gesenkt wird. Eis- und Erddruck können sich bei Frost so ausgleichen, auch bei senkrechten Beckenwänden. Aufstellbecken (rund - oval - achteckig) bleiben ganz gefüllt, wenn sie nicht eingelassen sind. Neuere Becken sind noch weniger frostempfindlich durch Innendämmungen oder ihre Isoliersteinbauweise, Fertigbecken auch durch zusätzliche Außendämmung (= Ausdehnungsmöglichkeit).

Skimmer (Oberflächenabsauger) müssen immer wasserfrei sein, soweit sie nicht über den Rand eingehängt sind und entfernt werden können. Dies gilt sowohl für Aufstellbecken als auch für fest eingebaute Becken, möglicher Wassergewinn bei wasserdurchlässigen Winterabdeckungen ist einzukalkulieren. Es sollte bei ebenerdigen Becken verhindert werden, dass Regen oder Schmelzwasser nachlaufen kann, besonders durch das Griffloch.

Solarlagen sollten entleert werden, wenn sie frostgefährdet sind (fabrikat- oder typabhängig). Hierzu sind Platten anzuheben, wobei die Verbindungen zwischen den Kollektoren oder einzelne Schellen so zu lösen sind, dass ausreichend Luft nachströmen kann. Die auslaufende Wassermenge sollte auch hier - wie bei den Filterkesseln - dem Wasserinhalt entsprechen.

Überdachungen sollten von hohen Schneeablagerungen befreit werden, meistens reicht jedoch die Innenwärme am Tag durch die Sonneneinstrahlung zum Abschmelzen. Je nach Konstruktion wird sich in dem überdachten Schwimmbecken kaum eine nennenswerte Eisschicht bilden, so dass hier nicht so strenge Maßstäbe für die Beckenentleerung anzulegen sind.



» Dieser Ratgeber entstand mit freundlicher Unterstützung von BSW